Regattaberichte

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Chiemsee Meisterschaft bleibt spannend. Vincent Hoesch gewinnt

WEITSEE-RENNERTS 2026

Fraueninsel (ni) Das Weitsee Rennerts auf der Fraueninsel war der vorletzte Lauf der Chiemsee-Meisterschaft. Nach vier Wettfahrten führt weiterhin Jon Philipp Frebel vor Clemens Meyer.

Am Vortag zog abends noch ein Gewittersturm über den Chiemsee, am Samstagmorgen hatte das Wetter aufgeklart, die Temperaturen sich stabilisiert. Gemeldet hatten 78 Schiffe, die sich zum Start auf der Fraueninsel einfanden. Es wehte ein stabiler Westwind mit ca. 14 Knoten. Das Startschiff verließ zügig den Weststeg auf der Insel und fuhr mit den Teil-nehmern im Schlepptau auf den Weitsee Richtung Chieming.

Das Weitsee-Rennerts ist im Gegensatz zu den anderen Regatten der Chiemsee Meisterschaft als Up and Down Regatta ausgeschrieben. Aufgrund des stabilen Windes wurde zügig die Startlinie aufgebaut und die Rundungstonnen gelegt. Pünktlich um 11.00 Uhr erfolgte der Start der Wettfahrt. Einige Teilnehmer waren so motiviert, dass sie bereits eine Minute vor dem Start die Startlinie überquerten. Nachdem immer mehr Segler diesem Beispiel folgten, musste das gesamte Feld wegen Frühstart zurückgerufen und das Startverfahren wiederholt werden. Die Wettfahrtleitung um Hannes Niggl und Frank Stracke entschied sich, beim zweiten Start die schwarze Flagge zu setzen, was dazu führt, dass Frühstarter automatisch disqualifiziert werden. Aufgrund der Startverschärfung starteten die Segler dieses Mal verhalten und der 2. Start klappte ohne Probleme.

Der stabile Westwind sorgte dafür, dass sich vom Start weg die schnellen Mehrrumpfboote sowie die Trapezyachten an die Spitze des Feldes setzten. An der 1. Luvtonne führte Thomas Frank vom WVF auf Flyer XL vor der Familie Koch mit der Asso 99, ebenfalls WVF. Dann folgte Familie Huys, ebenfalls Asso 99 vom Wind Club und Familie Kolbinger auf Joker vom SRV. In dieser Reihenfolge ging es auf die Vorwindstrecke zur Leetonne, durch den konstanten Westwind kam es zu keinen nennenswerten Verschiebungen. Auf der zweiten Kreuz frischte der Wind auf 24 Knoten auf und drehte wegen eines im Norden vorbeiziehenden Gewitters nach Norden.

Nach der zweiten Kreuz führte immer noch Thomas Frank vor der Familie Koch und der Familie Huys, Friedl Liese mit Hurricane vom DCC konnte sich auf den 4. Platz vorschieben und der spätere Sieger Vincent Hoesch rundete als 6. Schiff die Luvtonne. Auf der zweiten Vorwindrunde kam es dann zur Entscheidung. Der in Führung liegende Thomas Frank auf seinem Flyer XL überschlug sich und kenterte. Erstes Schiff im Ziel wurde die Familie Koch vor der Asso 99 der Familie Huys, Friedl Liese erreichte das Ziel als Dritter und Vincent Hoesch als Vierter. Fünftes Schiff wurde der Joker der Familie Kolbinger, 6. Schiff die Mannschaft David Grottendieck und Hanns Christoph Schwankner vom SRV auf Streamline. 7. Schiff wurde die erste J 80 von Martin Sterkel vom SCPC, den 8. Platz erreichte die Mannschaft Joachim Raabe vom SRV. Gesamtsieger nach berechneter Zeit wurde Vincent Hoesch mit seiner Mannschaft Michi Grad, Florian Ihrenberger und Helene Ihrenberger, der damit auch Vereinsmeister wurde.

Die ersten Schiffe brauchten nicht einmal eine Stunde, um ins Ziel zu kommen. Aber nicht nur den lange Führenden erwischte es durch eine Kenterung, auch weitere Schiffe kenterten oder schieden aufgrund Materialbruch aus, unter anderem auch der Vereinsmeister des letzten Jahres Peter Heistracher. Insgesamt erreichten 62 Schiffe das Ziel, das letzte Schiff nach 2 ½ Stunden gesegelter Zeit. Nach Zieleinlauf des letzten Schiffes zog erneut ein Gewitter mit Startregen auf, die Teilnehmer waren zu diesem Zeitpunkt jedoch schon weitgehend in ihren Häfen, so dass es zu keinen weiteren Schäden kam.

Beste Stimmung herrschte dann abends auf der Fraueninsel bei der Siegerehrung, die von den beiden Vereinsvorständen Charly Zipfer und Hannes Niggl vorgenommen wurde. Die Chiemsee Meisterschaft besteht aus 7 Regatten bei 7 verschiedenen Vereinen. Da heuer allerdings das Blaue Band vom Chiemsee Yacht Club wegen Flaute und die Sommerregatta vom Segelclub Prien wegen Sturm abgebrochen werden mussten, gehen aktuell nur 4 Regatten in die Gesamtwertung ein. Der letzte Lauf der Chiemsee Meisterschaft ist am 12. September beim SC Breitbrunn-Chiemsee. Die Siegerehrung der Chiemsee Meisterschaft findet gleich anschließend beim SCBC statt.

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Chiemsee Meisterschaft 2026 Ergebnisse

Gruppenwertung

Mehrrumpfboote (6 Boote)

1. Friedl Liese/Walter Vogt, DCC, Hurricane; 2. Philipp Mensing/Berthold Rutz, SSVC, Topcat K 3

Sportyachten 1 (13 Boote)

1. Johannes Koch/Sebastian Koch/Patricia Koch/Magdalena Koch, Christina Obermeier/Jonas Fischer, WVF, Asso 99; 2. Robert Kolbinger/Sabine Kolbinger/Moritz Kolbinger/Max Kolbinger, SRV, Joker; 3. Dr. Lambert Huys/Christopher Huys/Lambert Huys jun./Amalia Huys/Magdalena Huys, WCl, Asso 99

Sportyachten 2 (11 Boote)

1. Richard Buchecker/Claudia Düll-Buchecker, CYC, One Design; 2. Jon Frebel/Frank Eisheuer/Ingo Hesse, SRV, Skippi 650 Race; 3. Christoph Asam/Peter Kerschl/Simon Brandl, YCG, SB 20

Kielyachten 1 (7 Boote)

1. Robert Mayr/Hermann Steiner/Thomas Lang/Gernot Schaicher, Yachtclub des Eisenbahnersports, 30 er Schärenkreuzer; 2. Max Fröhlich/Peter Widanski, SCCF, Tempest; 3. Harald Traub/Nikan Traub/Andre Hartwig, SCCF, 40 er Schärenkreuzer

Kielyachten 2 (10 Boote)

1. Vincent Hoesch/Michi Grat/Florian Ihrenberger/Helene Ihrenberger, WVF, 20 er Jollenkreuzer; 2. Christoph Hessel/Michael Conrad/Klaus Kleinen/Hans Hessel/Angelika Bauer, YCU, Dehler 32; 3. Nicole Knauer/Lorenz Böck, YCG, Dyas

Kielyachten 3 (15 Boote)

1. Anna Eisenreich/Johannes Bantlow/Lorenz Mannhardt, SRV, 5.5 er; 2. Jörg Sonntag/Sine Bertelson, WVF, 5.5 er; 3. Arndt Brendecke/Alexander Griebl, SCCF, Cometino 800

J 80 (10 Boote)

1. Martin Sterkel/Sebastian Bittner/Lukas Neudert/Ruben Sterkel, SCPC; 2. Clemens Meyer/Matthias Neumeier/Michael Hemetsberger, YC Gollenshausen. 3. Ernst Winkler/Michael Grauer/Martin Ixmann, VSaC

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Große Hitze – wenig Wind. Nur eine Wettfahrt konnte gesegelt werden

Fraueninsler H-Boot Trophy 2026

Fraueninsel (ni) Nicht von Wind und Wetter begünstigt war die Fraueninsler-H-Boot-Trophy des Wassersportverein Fraueninsel. Fünf Wettfahrten waren vorgesehen, die 13 Teilnehmer kamen vom Simssee, Chiemsee, Ammersee und Starnberger See. Neben dem amtierenden Deutschen Meister in der H-Boot Klasse Dirk Stadler vom Segel- und Ruderclub Simssee war auch der „Vorjahressieger“ Stefan Freitag am Start.

Nach Begrüßung der Teilnehmer und Steuermannsbesprechung gingen die Segler von einer längeren Warteperiode aus, da ein leichter Wind erst für den späteren Nachmittag angesagt war. Aber pünktlich zur geplanten Startzeit kam ein leichter, für die Wetterlage ungewöhnlicher Westwind auf und die Wettfahrtleiter Frank Stracke und Hannes Niggel vom WVF ließen die Schiffe auslaufen. Der Start wurde aufgebaut, die Tonnen gesetzt und die Wettfahrt zügig gestartet. Der Start klappte einwandfrei und die Favoriten setzten sich gleich an die Spitze des Feldes An der ersten Tonne führte Dirk Stadler mit seiner Mannschaft das Feld an. Im Laufe der Wettfahrt dreht der Wind nach rechts und schwächte ab, so dass sich die Wettfahrtleitung entschloss, die Wettfahrt abzukürzen und das Ziel nach der ersten Runde an der Luvtonne zu machen.

Die Segler wurden nach Zieldurchgang wieder Richtung Startgebiet geschickt und mit viel Mühe aufgrund der drehenden Winde wurde ein neuer Kurs aufgebaut. Auch jetzt klappte der Start einwandfrei und nach einer Runde führte wieder Dirk Stadler. Auf der zweiten Runde wurde der Wind jedoch immer schwächer und die Wettfahrtleitung brach die Wettfahrt ab und schickte die Schiffe in den Hafen. Am Abend war die Stimmung trotzdem hervorragend. Im Beisein von WV-Fraueninsel Vorstand und Chiemsee/Simssee-Seenvertreter „Charly“ Zipfer, H-Boot Flottenobmann Peter Krause und dem Vorstand des SRS Hans Reile wurde es ein fröhlicher, gemütlicher und feuchter Abend.

Am zweiten Wettfahrttag kam keine weitere Wettfahrt zustande, die Wettfahrtleitung unternahm nicht einmal den Versuch, auszulaufen, die Regatta wurde frühzeitig beendet. Aufgrund der großen Hitze waren damit auch alle Segler einverstanden.

ERGEBNISSE

Die Wettfahrt am Samstag gewann Dirk Stadler mit seinen Vorschotleuten Lars Metzler und Kai Spranger. Er gewann damit den Wanderpreis “Fraueninsler-H-Boot-Trophy“ für das punkbeste Boot, gestiftet vom ehemaligen Obmann der H-Boot Flotte Martin Köhle. Platz zwei belegten Dr. Matthias Zach/Matthias Thomas/Andreas Thomas vom Bayerischen Yachtclub Starnberg. Dritte wurden Stefan Freitag, Bernd von Hoermann und Prof. Dr. Michael Freitag vom WVF. Vierte wurden Tim Clausen, Kai Mardes und Sarah Holzer vom YCI, Fünfte wurden Helmut Settele, Harald Beer und Hans Haberstock vom Herschinger Segel Club. Siebte und damit zweitbeste Segler vom SRS, die übrigens mit 5 Schiffen an den Chiemsee gekommen waren, wurden Hans Dinzenhofer, Benjamin Rohde und Gerd Aulinger. Alle waren froh, dass wenigstens eine Wettfahrt zustande gekommen war.

Philipp Ullherr Gedächtnispreis

Der Sonderpreis für den Gesamtgewinner aus Harrasser Kanne des Chiemsee Yacht Clubs und H-Boot-Trophy des Wassersportverein Fraueninsel, der Philipp Ullherr Gedächtnispreis ging ebenfalls an Dirk Stadler mit seiner Mannschaft, der Preis wurde im Beisein der Tochter Paula Ullherr überreicht.

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Andy Martin vom BSCF gewinnt German Open der Asso 99

ASSO GERMAN OPEN 2026

Die Regattasaison auf der Fraueninsel startete am verlängerten Wochenende um Christi Himmelfahrt mit einer Regatta der Klasse Asso 99. Die Asso 99 ist ein Boot, das mit 6 Mann Besatzung gesegelt wird und seinen Schwerpunkt früher am Gardasee hatte, auch dort gebaut wurde und bekannt ist für Mannschaftssport und hohes Geschwindigkeitspotential bei Wind. Gemeldet hatten 10 Schiffe, darunter eine Damenmannschaft.

Nach Einkranen der Schiffe in den umliegenden Häfen und Schlepp auf die Fraueninsel wurden die Teilnehmer vom Vereinsvorstand Charl Zipfer begrüßt, der auch gleich dem Spender Luitpold Prinz von Bayern von der Brauerei Kaltenberg für das Freibier dankte sowie der Bäckerei Müller für die Baguettes.

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Der Start war am Donnerstag um 13.30 Uhr vorgesehen und der Wettfahrtleitung Hannes Niggel gab auch gleich das Signal für die Teilnehmer, den Hafen zu verlassen und sich in das Startgebiet zu begeben. Es wehte ein für den Chiemsee ungewöhnlicher Südwind mit ca. 3 Windstärken. Der Start wurde aufgebaut, die Tonnen verlegt und gleich am ersten Tag konnten 4 Wettfahrten gesegelt werden. Die erste Wettfahrt gewann Prinz Luitpold von Bayern, die zweite Wettfahrt sah bereits Andy Martin als Sieger, die dritte Wettfahrt gewann Christoph Müller vom CYC und die vierte Wettfahrt an diesem Tage ging wieder an Prinz Luitpold von Bayern. So zeichnete sich bereits am ersten Tag ein spannendes Rennen zwischen diesen Mannschaften ab.

Die Windvorhersage für den zweiten Wettfahrttag war verhalten, so dass erst einmal das Signal für die Startverschiebung von der Wettfahrtleitung gesetzt wurde. Nach langem Warten baute sich am späten Nachmittag jedoch erneut ein schöner Ostwind auf, es konnten zwei weitere Wettfahrten gesegelt werden. Sieger der beiden Wettfahrten wurde erneut Andy Martin.

Am dritten Wettfahrttag hatte sich das Wetter geändert, es wehte ein stabiler Westwind mit in der Spitze 4 Windstärken, was aber für diesen Bootstyp keinerlei Schwierigkeiten darstellte. So konnten drei weitere Wettfahrten gesegelt werden, der Sieg ging jeweils an Andy Martin mit seiner Mannschaft. Damit war die inoffizielle Deutsche Meisterschaft schon am Samstagnachmittag beendet. Es gab lediglich eine kleine Verzögerung bei der Bekanntgabe des Ergebnisses, da noch ein Protest aufgrund eines Zusammenstoßes zweier Schiffe vom Schiedsgericht um Christopher Käsberger vom SCBC verhandelt werden musste. So konnte bereits am Samstagabend die Preisverteilung vom Vorstand und vom Wettfahrtleiter des WVF vorgenommen werden.

Überragender Gesamtsieger wurde Andy Martin vom BSCF mit Todd Martin, Sarah Martin, Michey Martin, Eggi Eggersdorfer und Camillo De Nardis mit insgesamt 6 ersten Plätze, Gesamtzweiter wurde Luitpold Prinz von Bayern vom BYC mit Peter Brög, Felix Gruse, Frank Weigelt, Louis Deibert und Strong Grinder vom Bayerischen Yachtclub, Gesamtdritter wurde Christoph Müller vom CYC mit Maximilian Grawe, Felix Dreier, Dr. Lorenz Huber, Maximlian Novak und Simon Tripp vom CYC

Die weiteren Platzierungen: 4. Die Damenmannschaft um Annina Wagner vom Potsdamer Yachtclub, 5. Andreas Mulzer vom YCU, 6. Manuel Breihann vom Yacht-Club Bayer Leverkusen, 7. Kai Krause vom VSaC, 8. Maximilian Posner vom VSaC, 9. Friedrich Renner vom SLRV.