a
Tradition
eine der ältesten Einheitsklssen deutschlands

Die Chiemsee-plätte

"Faire Regatten und einwandfreien Wettsegelsport“ wünschten sich die Gründungsväter der Plättenklasse, als sie in den 1930er Jahren die ersten Pläne für ein einfaches, aus massiven Fichten- oder Lärchenplanken gezimmertes Holzboot auf Basis der Fischerkähne der Chiemseefischer zeichnen ließen, das damals komplett segelfertig den Preis von 210 Reichsmark nicht überschreiten sollte. 90 Jahre sollte es dauern bis der Deutsche Seglerverband der Chiemseeplätte schließlich den Status DSV anerkannte Einheitsklasse zubilligte. Damit ist sie heute eine der ältesten Einheitsklassen Deutschlands und die nach wie vor aktivste Regattaklasse am Chiemsee.

Riss
Erste Planfassung von Franz madl 1932

Original Plätten-Riss

Maße und Linien der 10qm Einheits-Segelplätte wurden erstmals im Jahr 1932 in einem Bauplan niedergelegt. Verfasst und unterzeichnet wurde der Plan am 24.11.1932 von Bootsbaumeister Franz Madl und Ingenieur Sepp Holzmayer für den Wassersport Verein Fraueninsel und von Herrn Eugen von Beulwitz, dem damaligen 1. Vorsitzenden des Chiemsee Yacht Club. In diesem Plan sind, abgesehen von kleinen Korrekturen, die im Jahr 1954 erfolgten, bereits alle wichtigen Maße und Angaben zu den vorgeschriebenen Baumaterialien enthalten, die bis heute gültig sind.

Segel
Gezeichnet 1932

Original Segelplan

Bereits am 4.11.1932 wurde der nachfolgend abgebildete Segel- und Riggplan ebenfalls von Franz Madl, Sepp Holzmayer und Eugen von Beulwitz erstellt und unterzeichnet. Als Segeltuch wurde ursprünglich ägyptische Baumwolle (Mako) verwendet. Seit Anfang der 60er Jahre sind moderne Kunstgewebe als Segeltuch zugelassen. Carbon- und Foliensegel sind jedoch weiterhin verboten.

Unten der überarbeitete Plättenriss von 1954, der heute als der allgemein gültige Plan angesehen wird.

Ebenfalls nachfolgend abgebildet die Gründungsschrift zur Klassengründung durch den Wassersportverein Fraueninsel und den Chiemsee Yacht Club. Es fällt auf, dass in diesem Dokument noch nicht von der Chiemsee-Plätte, sondern von der „Chiemsee-Einheitsklasse“ gesprochen wird.